Geotop des Monats Oktober 2019

Schlackenagglomerat von Michelnau.

Abbauwände im Steinbruch (Quelle: L. Noll)

Aussicht von der Aussichtsplattform (Quelle: L. Noll)

Eingebettet am südwestlichen Rand des größten Vulkangebietes Mitteleuropas, befindet sich unsere Geostation - der Steinbruch Michelnau, das nun durch die Fachsektion GeoTope und GeoParks der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologischen Vereinigung (DGGV) als Geotop des Monats Oktober 2019 ausgewählt hat. Das typisch rote Michelnauer Gestein ist durch einen Schlackenvulkan in der Zeit des Tertiärs vor ca. 19 - 15 Millionen Jahren entstanden. Farbe sowie Struktur sind in Europa einzigartig.

Im Steinbruch werden Abbautechnik und -geschichte nacherzählt, das Gestein wurde mit einer großen Kettensäge in Blöcken aus der Wand gesägt und weiterverarbeitet. Von Mitte des 19. Jahrhundert bis 1990 war das Areal aktiv, heute zeugen Abbauspuren, Gebäude, Maschinen und Geräte von der geleisteten Arbeit. Der "Michelnauer Tuff" wurde vor allem zu Fassadenplatten, Mauersteinen und Grabmalen verarbeitet, auch Bildhauer verwenden das weiche Material gerne für ihre Arbeit.

Besucher können von einer Aussichtsplattform das gesamte Steinbruchgelände übersehen - von den Abbauwänden bis zu den Arbeitsgeräten. Führungen bietet der Verein Freunde des Steinbruchs e.V. das ganze Jahr über auf Anfrage an.

Weitere Informationen zu unserer Geostation finden Sie hier und auf der Steinbruch-Website.

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