Neue Ausstellung im Vulkaneum

Bilder von bekannten Vogelsberg-Geotopen zeigt eine neue Ausstellung im Vulkaneum in Schotten.

Foto: Weil

Am Pfingstsamstag wurde diese im Vulkaneum in Schotten eröffnet. Rainer Koch zeigt seine Bilder, die überwiegend in Aquarell-Technik entstanden sind.

Der pensionierte Forstbeamte, der sich selbst als Hobbymaler bezeichnet, hat eine besondere Beziehung zur Natur, die in seinen Bildern deutlich zum Ausdruck kommt. So ist die Landschaftsmalerei der Schwerpunkt seines Schaffens. Zudem malt er seine naturalistischen Motive sehr exakt. Seine besondere Vorliebe gelten warme Farben.

Schon mit 15 Jahren hat der 71-Jährige das Zeichnen mit dem Bleistift erlernt, eine Basis, die sich in seinen Bildern widerspiegelt. Viele Jahre später, ab 1985 hat Koch an der Volkshochschule in Fulda Mal- und Zeichenkurse belegt, und hier auch den international bekannten Kunstmaler und Maltherapeuten Bernd Baldus kennengelernt, der ihn bis heute als künstlerischer Ratgeber begleitet. 1989 hat Koch den Einstieg in die Aquarell-Malerei gefunden, eine Technik, die sich ihm besonders geöffnet hat. "Dabei kann es immer zu Überraschungen und zu so nicht erwarteten Ergebnissen kommen. Freude und Entspannung beim Malen Eine wichtige Rolle spielt das verwendete Papier. Falsche Farbentwicklungen sind beim Malen mit wasserlöslichen Farben nicht umkehrbar", erläutert Koch.

Bei seinen Aquarellbildern verwendet er zum Teil auch Gouache-Farben, die - obwohl wasserlöslich - deckend sind und so ein Übermalen von Aquarellflächen erlauben. Koch findet Freude und Entspannung beim Malen aber auch mit anderen Techniken wie Kohle, Tusche oder Acryl. Der Maler war mehrere Jahre Dozent an der früheren forstlichen Aus- und Fortbildungsstätte in Schotten und ist in der Vogelsbergstadt seit 16 Jahren beheimatet. Die Motive seiner ausgestellten Bilder geben bekannte Geotope des Vogelsberges wieder. Große Felsformationen als Zeugen der vulkanologischen Vergangenheit dominieren mehrere Bilder. So zum Beispiel die "Teufelskanzel" oder den "Dickstein". Besonders beeindruckend ist der "Blick vom Bilstein", dessen großes Felsmassiv die Spuren der Vergangenheit sehr anschaulich vermitteln. Auch den Hoherodskopf oder den Geißelstein hat Rainer Koch gemalt, wobei er gerne fotografische Vorlagen nutzt, die er selbst erstellt hat.

Ein weiteres Motive sind große Steine eines Gletscherfeldes in Norwegen. Das "Rote Moor" in der Rhön hat er ebenso auf Papier gebracht, wie atmosphärische Eindrücke der "Schottischen Highlands" oder eines "Baumes im Winter". Sehr farbenprächtig ist ein "Waldrand im Sonnenlicht", gemalt nach einer Fotografie, die bei einem Aufenthalt in Schweden entstanden ist. Eindrucksvoll ist auch die Bildgestaltung einer "Hütte in den Rocky Mountains". Mit wenig gestalterischen Mitteln, sich nur auf das Wesentliche konzentrierend, kommt das Motiv "Kraniche im Moor" aus. In Acryl hat Rainer Koch einen beeindruckenden Sonnenuntergang über den Taunus gemalt.

Schottens Erster Stadtrat Hans-Jürgen Jochim freute sich in seinem Grußwort, dass das Vulkaneum erneut Ort einer Ausstellung sei. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Bernd Baldus. Die Ausstellung ist noch bis Ende Juni zu sehen.

Quelle: http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/vogelsbergkreis/schotten/neue-ausstellung-im-vulkaneum-eroeffnet-bilder-von-bekannten-vogelsberg-geotopen_18779469.htm