Umweltschulen im Vogelsbergkreis

Vogelsberger Schulen ausgezeichnet!

Die Lehrkräfte aus 12 verschiedenen Schulen * (Quelle: AZN Vogelsberg)

Quelle: AZN Vogelsberg

Quelle: AZN Vogelsberg

Im September diesen Jahres wurden insgesamt acht Schulen aus dem Vogelsbergkreis als Umweltschulen ausgezeichnet.

Die Auszeichnung ist seit 1999 eine gemeinsame Initiative des Hessischen Kultusministeriums und des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) und richtet sich an alle Schulformen. Geehrt werden die Schulen für ihr besonderes Engagement im Bereich Umwelterziehung und ökologische Bildung. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Unterstützt werden die Schulen in diesem Prozess von einem Beratungsnetzwerk der hessischen Umweltbildungszentren und einer zentralen Landeskoordination. Seit 2017 arbeitet das AZN Naturerlebnishaus Heideberg als 11. Beratungszentrum für Hessische Umweltschulen und kann nun (zum Teil) die Betreuung der Vogelsberger Schulen vom Umweltzentrum Fulda übernehmen. Die Zahl der Umweltschulen im Vogelsbergkreis hat sich dadurch von den bisherigen vier Schulen (Vogelsbergschule Schotten, MPS Angersbach, Oberwaldschule Grebenhain, Freiherr-vom-Stein-Schule Herbstein) auf acht Schulen erhöht. Erstmals ausgezeichnet wurden die Eichbergschule Lauterbach, die Schule an der Wascherde Lauterbach, die Schlossbergschule Ulrichstein und die MPS Antrifttal in Romrod.

Die Auszeichnungsfeier, die dieses Jahr in Fritzlar stattfand, wurde begleitet von einer Ausstellung, in der alle Schulen ihre Arbeit präsentieren konnten. Auch „unsere“ Schulen beteiligten sich daran und boten ein breites Themenspektrum: von der naturnahen Gestaltung des Schulgeländes mit Schulgarten, Blühflächen, Schulteich, Grünem Klassenzimmer und Insektenhotels über die intensive Nutzung eines Schulwaldes in allen Jahrgangsstufen bis hin zu dem Projekt „Plastikpiraten – das Meer beginnt hier!“, um nur einige Beispiele zu nennen. Außerdem ist die Durchführung von Unterrichtseinheiten zum Thema Nachhaltigkeit mit unterschiedlichen Schwerpunkten (z.B. Klimawandel, Ernährung, Konsum, Müll, erneuerbare Energien) für alle Schulen eine Selbstverständlichkeit.

Die Einbringung all dieser Themen in den Unterricht bedeutet für die Schülerinnen und Schüler oft eine sehr praxisorientierte Arbeit, die mit viel Spaß und hoher Motivation verbunden ist. „Der Weg vom Wissen zum nachhaltigen Handeln wird von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit ihren Lehrkräften tatsächlich gegangen“ sagte Silke Bell, die Landeskoordinatorin der hessischen Umweltschulen. „So wird das Bewusstsein ausgeprägt, dass das eigene Verhalten in jedem Falle Auswirkungen hat.“

Die Auszeichnung „Umweltschule – Lernen und Handeln für die Zukunft“ unter der Dachmarke „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ wird alle zwei Jahre verliehen. Zweimal im Jahr finden Regionaltreffen statt, die dem Austausch der Schulen untereinander und der Weitergabe von Informationen über Aktionen, Projekte etc. dienen. Bei dem letzten Regionaltreffen im Oktober, bei dem auch das rechts oben abgebildete Foto entstand, waren 22 Lehrkräfte aus 12 Schulen anwesend. Über dieses rege Interesse auch von neuen Schulen freuen sich die betreuenden MitarbeiterInnen des AZN sehr und rechnen für die nächste Auszeichnungsfeier in zwei Jahren mit weiteren Umweltschulen aus dem Vogelsbergkreis. Interessierte Schulen können sich noch bis März 2019 bewerben.

Kontakt: AZN Naturerlebnishaus Heideberg, Erbenhäuser Weg, 36320 Kirtorf;

Telefon: 06635 – 1492; E-Mail: info(at)azn-vogelsberg.de 


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Lehrkräfte von links nach rechts: Wiebke Dorfner, Correta Weber, Irene Burkert, Stefanie Burzak, Evelyn Ohlemutz, Felix Dickhaut, Anke Hartmann, Petra Seitz, Markus Wand, Bettina Istas, Barbara Winter, Andreas Wellstein, Marion Hoch-Henniges, Klaus Tamme, Katharina Schlitzer, Miriam Schweizer, Claudia Schwichtenberg, Bärbel Träger, Sebastian Ohlemutz, Michaela Hörr, Chris Jonas Gohlke, Miriam Jerabeck-Möller