Eine Reise in die vulkanische Vergangenheit

Am Samstag, den 24. Juni, fand eine zweistündige Exkursion in den aktiven Basalt-Steinbruch Schönhals in Mücke-Ober-Ohmen statt. Rund 35 Interessenten folgten der Einladung des Geoparks Vulkanregion Vogelsberg im Rahmen der erstmals ausgerichteten Tage der Industriekultur Mittelhessen (22. - 25. Juni). Gemeinsam wurde das Gelände erkundet und Spannendes zur Entstehung des heimischen Vulkangebietes berichtet. Eingangs informierten die beiden Besitzerinnen  Frau Schön und Frau Hoffmann über die Geschichte des seit 1960 aktiven Steinbruchs, die Größe des Bruches und die Verwendung der gebrochenen Basalte. Nachdem jeder Besucher raten durfte, wie groß das Vogelsberger Vulkangebiet im hessischen Vergleich ist, ging es auf erdgeschichtliche Spurensuche rund um den Hainer-Berg. Hartmut Greb, Geschäftsführer des Geoparks, erklärte anhand einer geologischen Karte, warum hier ein Vulkan aktiv war, was es mit den sichtbaren Basaltsäulen oder einem Lavasee auf sich hat. Karl Rudi vom Kunstturm Mücke zog Vergleiche zur Basaltverwitterung als Ausgangsmaterial für die Eisenerzlager im Mücker Raum. Wer mochte, durfte sich als Andenken ein Zeugnis des heimischen Vulkangebietes mitnehmen – z.B. im Basalt eingeschlossener Olivin (Peridotit), ein Erdmantelgestein aus einer Tiefe von 40 Kilometern und mehr.

Eindrücke der Exkursion (Fotos: S. Jost)