Geotope Uhuklippen und Teufelstisch

Das Riesengesicht im Basalt

Das Geotop des Jahres 2017 - die Uhuklippen bilden die größte Felsformation im sogenannten Schelgeswiesenwald. Sie sind mit einer Länge von fast einem halben Kilometer bei einer Höhe von gut 10 m ein beindruckendes Naturdenkmal.  Die Steilstufe ist in den Hang eingepasst, an ihren Füßen hat sich eine Halde mit Blockschutt gebildet. Die Uhuklippen sind aus einem dunklen Alkalibasalt aufgebaut und werden von Olivin- und Klinopyroxen-Einsprenglingen durchzogen. Die Klippen sind Teil der älteren Laven, welche überwiegend im östlichen Teil des Vogelsbergs vorkommen. Durch die Position am Rand dieses Basaltvorkommens kann man hier von einer Erosionskante sprechen.

 

Von Weitem könnte man meinen, dass es sich hier um Abkühlungsformationen in Form von dicken, senkrechten Basaltsäulen handelt. Man spricht hier jedoch von steil stehenden, tektonisch bedingten Klüften.

Viele der Felsformationen bilden – mit etwas Phantasie – spannende Figuren oder Gesichter und mehrere Sagen nach typisch Vogelsberger Art ranken sich um die Felsklippe. Haben Sie das Gesicht entdeckt?

Ein Spiel mit dem Teufel

Nicht weit weg von der Felsformation am südwestlichen Ende der Uhuklippe finden wir den sogenannten Teufelstisch, oft auch Teufelstein genannt. Diese flachliegende Felsplatte besteht aus Basalt und hat einen Durchmesser von drei Metern. Sie erinnert an einen Tisch und der Sage nach, soll hier der Teufel mit zwei Waldarbeitern Karten gespielt haben. Neben dem Tisch findet man niedrige Basaltbruchstücke, die an Hocker erinnern, sowie ein bankförmiger Basaltblock. Wie die Formation an diese Stelle gekommen ist, ist bis heute unklar.

Portrait Grebenhain | Weitere Geotope

Die Lage, die Erreichbarkeit und die Begehbarkeit

Die Geotope befinden sich südlich der Landstraße im Schelgeswiesenwald. Parken kann man u.a. am "Pflanzgartenhaus" in Hochwaldhausen. Die Geotope sind frei zugänglich und liegen u.a. auf der Route des Vulkanrings (www.vulkanring-vogelsberg.de) sowie am Geopfad zwischen Hoherodskopf und Ilbeshausen-Hochwaldhausen.

  • GPS N 50°31.128960'  E 9°18.620640'
  • UTM 32U 522001/5596364

Literatur

  • Reischmann, T. & Schraft, A. (2009). Der Vogelsberg: Geotope im größten Vulkangebiet Mitteleuropas. Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie. Wiesbaden.