Basaltsäulen aus dem Vogelsberg in den Niederlanden

Wussten Sie, dass Basaltsäulen aus dem Vogelsberg die Deiche der Niederlande schützen?

Die von der Natur geformten Basaltsäulen, bevorzugt mit einer hexagonalen (sechseckigen) Geometrie, entstehen durch einen Abkühlungsprozess der glühenden Lava vergleichbar einer austrocknenden Schlammpfütze.

Für den Vogelsberg und auch andere Vulkangebiete wie die Rhön und den Westerwald sind sie typisch, heute allerdings nur noch an wenigen Stellen frei zugänglich. Das schönste Beispiel für Säulenbasalt in der Vulkanregion ist die Ostwand der Amöneburg.

Überwiegend in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Basaltsäulen in Steinbrüchen gewonnen oder zunächst nur an der Oberfläche entnommen, wo sie gut sichtbar aufragten. Eine körperlich schwere und teilweise auch gefährliche Arbeit ohne große technische Hilfsmittel. Verwendung fanden sie im Mauerwerksbau zahlreicher Häuser im Vogelsberg, aber insbesondere im Wasserbau zur Befestigung von Uferzonen und Deichen.

Ein typisches Beispiel ist Zeeland in Holland. Dort hat man den Deicharbeitern und deren Werk am Marktplatz in Westkapelle sogar ein Denkmal gesetzt. Im Vogelsberg berichtet das Museum im Brauhaus in Homberg (Ohm) mit seiner Abteilung von der Arbeit der Steinrichter unter harten Bedingungen.

Weitere interessante Aspekte über den Basalt finden Sie hier.


Quellen

Hans Dieter Nüdling, Rhönbasalt – Erschließung, Abbau, Geotope – Verlag Parzeller, Fulda (2006)

Photos: S. Jost, Roger Lang - Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (Druidenstein)