Vulkanismus & Flora und Fauna
Wenn es nicht den Menschen gegeben hätte, der Siedlungen gebaut und begonnen hat das Land zu nutzen, würde die Gegend heute fast lückenlos aus Laubwald bestehen. Aber schon vor Jahrtausenden begann der Mensch eine Kulturlandschaft aus Wiesen, Weiden, Feldern und Hecken anzulegen, um sich die Lebensgrundlagen in der Landschaft zu erwirtschaften.
Heute finden sich die weitläufigen Wälder hauptsächlich im „oberen Vogelsberg“, während sich im „unteren Vogelsberg“ von vielen als typisch für die Region empfundene Heckenlandschaft ausgebildet hat. In der Landschaft verteilt sind immer wieder einzelne Steine, Blockhalden, Felsformationen und Basaltklippen aus der vulkanischen Vergangenheit zu sehen. Blockhalden besitzen ein abweichendes Kleinklima, deshalb stellen sie heute besondere Lebensräume dar.
Autor: Maren Schreiber
© CC BY - Maren Schreiber
Autor: Christina Marx
© CC BY-SA - Christina Marx, Vogelsbergfotos
Durch die Wälder und Heckenlandschaft zieht sich das Netz aus Bächen, dass in den Quellen im Oberwald entspringt und durch die hohen Niederschläge in der Region gespeist wird. Die Niederschläge ermöglichen im Zusammenspiel mit den Geologischen Gegebenheiten auch das Hochmoor in der Breungeshainer Heide. Zu den natürlichen Gewässern kommen angelegte Teiche und Seen.
So fügt sich ein ganzes Spektrum aus verschiedensten Lebensräumen in einer Landschaft zusammen.
Diese Grundlage für eine große Artenvielfalt ist heute aus unterschiedlichen Gründen stark gefährdet. In Form von spezieller Nutzung und gezielten Maßnahmen kann sie jedoch erhalten werden. Hierfür setzt sich das Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg ein.
Innerhalb des Geoparkgebietes befinden sich zahlreiche Gebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie der Europäischen Union ausgewiesen sind und das EU-Vogelschutzgebiet. Diese Gebiete bilden zusammen das Netz europäischer Schutzgebiete Natura 2000.
Autor: Christina Marx
© CC BY-SA Christina Marx, Vogelsbergfotos, www.christina-marx.de